Rosy Barsony und Fritz Steiner singen My little boy aus Blume von Hawaii.Links zu weiterführendenWikipedia-ArtikelnAlle aktuellen StileDie Librettisten
Marta Eggerth singt: Heut hab’ ich ein Schwipserl in dem Film Die Blume von Hawaii.
Richard Tauber singt Blume von Hawaii.“Abraham arbeitete mit ...Alfred Grünwald und FritzLöhner-Beda zusammen,dem erfolgreichsten Libret-tisten-Duo jener Zeit. IhreTexte zeichnen sich durchviel Sprachwitz, ironischeAnspielungen auf das Zeit-geschehen und erotischeDoppeldeutigkeiten aus.Die vielen eingeflochtenenenglischen, französischenund ungarischen Floskelnsuggerieren Internationali-tät.”Nicole Restle (2)“Abraham ist ... ein typi-scher Zeitvertreter. Überden langen Melodie-Atemder alten Garde verfügt ernicht. Doch gerade dasKürzelhafte seiner Melo-dien, die müheloseBeherrschung aller aktu-ellen Stile ist so konsum-freundlich wie die ebensokammermusikalische wieschlagerhafte Orchestrie-rung - ein Widerspruch,wenn einer mit demsordinierten Saxophon soumgehen kann wie er.”Maurus Pacher (9)“Lehars Fritz Löhner undKálmáns Alfred Grünwald... unterlegen AbrahamsMusik eine moderne Tanz-Operette hoch drei, diemondän ist (’Pardon, Ma-dame’) und schmachtend(’Reich mir zum Abschiednoch einmal die Hände’)und auch wirklich operet-tenungarisch (’Nur ein Mä-del gibt es auf der Welt’).”Maurus Pacher (9)Texte mit Sprachwitz“Abrahams Operettenbevölkern Männer vonWelt, Parvenüs, Nichts-nutze, Salonlöwen, Da-men, Flittchen, Femmesfatales und Mäuschen. Essind hintersinnige Stückevon Liebesfreud undLiebesleid, von Irrungenund Wirrungen zwischenden Geschlechtern, wiesie kein anderer außerAbraham so auf die Bühne brachte.”Dieter David Scholz (18)Liebesfreud und -leidEin Leben wie im RauschAbrahams Einzug in Berlin war alles andere als triumphal. In seiner „Kulturgeschichte der Operette“ schrieb Bernard Grun: „Er machte kaum den Eindruck eines konsolidierten Menschen, sah eher zerfahren aus, entwurzelt und hilfsbedürftig.“ (5) Ein Zeitzeuge beschreibt Abrahams ersten Kontakt mit dem Musikverleger Armin Robinson (Alrobi-Verlag) so: Robinson „bietet 4000 Mark… Abraham fragte angesichts der Summe, obwohl er keinen müden Pfennig in der Tasche hatte, etwas unsicher: Komme ich denn damit aus? Er dachte, Robinson biete ihm jährlich 4000 Mark, dabei meinte dieser einen monatlichen Betrag in dieser Höhe.“ (1)Wenige Monate später schwamm Abraham nahezu im Geld. Mit dazu bei trug der Umstand, dass er sich - von Robinson empfohlen - mit den beiden führenden Operettenlibrettisten jener Zeit, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda zusammentat. Sie gaben der Operette Viktoria, die in Deutschland unter dem Namen „Viktoria und ihr Husar“ aufgeführt wurde, den letzten Schliff und waren auch die tragenden Säulen der kommenden Operetten.„Viktoria und ihr Husar“ wurde am 7. April 1930 beim Leipziger Operettenfestival erstmals in Deutschland aufgeführt. Es war ein großer Publikumserfolg. An 300 Theatern in ganz EuropaDer Durchbruch kam dann im Berliner Metropol-Theater. Für diese Produktion hatte Abraham die Soubrette Rosy Barsony und den Buffo Oskar Dénes aus Budapest kommen lassen, die fortan zu Lieblingen des deutschen Publikums wurden. Abraham selbst stand bei der Premiere am 15. August – wie immer mit feinen, weißen Handschuhen - als Dirigent am Pult. Ein Triumph! Lieder wie „Meine Mama war aus Yokohama“, „Do-do-do“, „Mausi, süß warst du heute Nacht“ und „Pardon, Madam“ wurden über Nacht zu Gassenhauern. Der Komponist soll allein an „Viktoria und ihr Husar“ eine halbe Million Mark verdient haben. Innerhalb des ersten Jahres wurde die „Viktoria“ an mehr als 300 Theatern in ganz Europa aufgeführt!Es folgte ein Leben im zweifachen Rausch. Das eine war der Erfolg, der nun auch materiell beinahe alles möglich werden ließ. Gleichzeitig geriet Abraham in einen Arbeitsrausch. Er komponierte unzählige Filmmusiken und spielte diese dann auch jeweils mit seinem Orchester ein. Er stand bei jeder Premiere von „Viktoria und ihr Husar“, ob im In- oder im Ausland, am Premierenabend am Dirigentenpult. Zusätzlich wurde in Berlin gefeiert. Der Komponist kaufte ein kleines “(Neo-)Rokoko-Schlösschen“ an der Fasanenstraße 33, gleich am Kuhdamm, und feierte dort im hurtig zusammengekauften Ambiente von wertvollen Gemälden, Teppichen und Porzellan mehrmals in der Woche abends seine legendären “Gulasch-Parties”, an denen „tout Berlin“ teilnahm. Er legte sich mit einem Schlag sech-zig Anzüge und 300 Seidenhemden zu. (3).”Für seine Freunde lässt er Champagner und Kaviar auffahren. Und, weichherzig wie er ist, hilft er jedem, der in darum bittet.” (20)Doch der überwältigende Erfolg hatte auch seine Schattenseiten. Oft konnte Abraham nachts nicht schlafen, irrte durch die Straßen der Großstadt und versuchte sich in Bars und Glücksspielcasinos abzulenken. (20) Auch seine Frau kam mit diesem rasanten Tempo nicht mehr mit: Sarolta Feszely zog nach Budapest zurück… (1)Dies ist eine Website des Publizisten Klaus Waller. Alle Rechte am Text vorbehalten. Impressum - Kontakt